Regenbogenbrücke

Es ist immer schwer, wenn ein Tier verstirbt und es ist ganz gleich welche Art von Tier es ist. Ob ganz klein wie ein Hamster oder groß wie ein Pferd. Ob das Tier an Altersschwäche gestorben ist, oder man die Entscheidnung treffen mußte das Tier von seinem Leid zu erlösen...Es ist immer schwer und ich bin immer traurig, wenn ich eines meiner Tiere verliere.

Bei den meisten Meerschweinchen durfte ich dabei sein: sie schliefen auf meinem Schoß oder Arm ein, nachdem ich teilweise auch tagelang an ihrem Sterbebett/Krankenbett wachte und kämpfte. Einige mußte ich erlösen, obwohl wir noch lange gekämpft hatten, vergeblich. Aber sie starben nie alle alleine. Entweder unter ihren tierischen Freunden, oder durch meine Anwesenheit und das ist mir sehr sehr wichtig.

 

Geliebt und gegangen und niemals vergessen!

Hier sind einige meiner Wutzen, die mein Leben bereichert haben

 

Rührende Abschiede:

 

*Mia war eine Eigenaufzucht von mir und eine richtig kleine süße Maus, die es aber auch deftig hinter den Ohren hatte. In den letzten Monaten hatte sie immer wieder Probleme mit den Zähnen, hatte auch eine Fehlstellung des Kiefers bekommen und wurde zum Schluß am 07.07.2010 eingeschläfert. Interessant war, dass sie kurz vorm Einschläfern mich ansah, als wollte sie sagen: "Danke, das du mich gehen läßt." Ich habe sehr geweint, als sie für immer die Augen schloß und ihr Gute Nacht sagte.

 

*Lilly und Schnuffi (meine ersten Notmeerschweinchen) waren ihr ganzes Leben zusammen und als Schnuffi wegen Altersschwäche verstarb, folgte ihr Lilly zwei Monate später. Sie wollte nicht mehr ohne ihre Freundin sein und so sind sie wieder zusammen vereint.

 

*Seit Pauline´s Tod gibt es bei mir keine Häuschen mehr mit Gucklöchern oder werden mit Hasendraht verschlossen. Leider weiß ich bis heute nicht, was wirklich geschehen ist, aber ich bin mir sicher, daß sie sich erschreckt haben mußte. Pauline war eine schlaue Wutz und wäre niemals auf die Idee gekommen sich durch ein Guckloch zu zwängen, was viel zu klein für sie ist.

 

*Bei Kimba war es sehr schwer für mich. Eines Tages konnte sie nicht mehr laufen. Sie war hinten regelrecht gelähmt. Wir versuchten alles: Medikamente, Akupunktur...aber es wurde immer schlimmer. Sie wollte nicht sterben, sie hat gefressen, aber solch ein Leben hatte sie nicht verdient und einen Rollstuhl für Meerschweinchen gibt es leider auch nicht. Die Entscheidung war sehr schwer und selbst meine Tierärztin tat sich super schwer die Spritze zu setzen.

 

*Im Januar 2012 verstarb sehr unerwartet meine Rexdame Kerry. Sie lebte in einer großen Gruppe mit Weibchen und einem Böckchen. Eines Morgens kam sie und der Bock nicht zum Fressen. Als ich die Schlafbox aufmachte, entdeckte ich die tote Kerry und neben dran liegend mein Böckchen Orlando, der mich fast schon erleichtert ansah und als würde er sagen: "Da bist du ja. Ich war die ganze Zeit bei ihr und hab auf sie aufgepasst. Schau mal, was passiert ist." Orlando wich ihr einfach nicht von der Seite und kuschelte sich nochmal richtig an Kerry dran. Das war für mich das Rührendste, was ich erlebt habe. Seitdem war Orlando mein Held der Ranch!!!!

 

*Meine Lieblingsschweine und auch ältesten Schweine auf der Ranch waren meine Schneekugel Amy, gestorben 18.01.2013 und Orlando am 13.12.2012. Und ich vermisse sie sehr...Sie waren solch eine Bereicherung für die Ranch und welche die zu uns kamen. Sie haben alle Notschweinchen freudig in ihre Gruppe aufgenommen.

 

Unsere Tiere, egal ob eigene Meerschweinchen oder Notmeerschweinchen, werden bei uns als Familienmitglieder behandelt und das von Anfang bis Ende. Da wir einen großen Garten haben, haben wir auch die Möglichkeit sie würdevoll zu beerdigen. Sie bekommen sogar eine kleine Grabmahlzeit für die lange Reise mit dazu gelegt...Sie waren Tiere mit einer Persönlichkeit und sollten in Würde behandelt werden.

 

Meerschweinchenranch Wiesbaden - wilder Sauhaufen - Nadine Vervoort